Konzert am 11. März 2006 im Saal

der deutschen Gemeinde Apenrade (Dänemark)

 

Bei Sechs oder Selters leichte Wahl

Sechs fröhliche Sänger aus Schleswig-Holstein und Dänemark

füllten Gemeindesaal bis auf den letzten Stuhl

Apenrade/Aabenraa - Bei der Frage "Sechs oder Selters" fiel den zahlreichen Besuchern im Nikolai-Gemeindehaus die Wahl nicht schwer. "Sechs" hieß die richtige Entscheidung. Denn die sechs Herren, stilecht in Frack und mit weißer Fliege, präsentierten im Stile der Comedian Harmonists ein neues buntes Programm, das für einige Stunden aus dem kalten Alltag in die Welt der Liebe und Triebe führte. Der musikalische Gemeindeabend der etwas anderen Art hatte über 130 Zuhörer angelockt. Die Stühle wurden knapp bei diesem Besucherandrang

Fünf der sechs Herren von der Gesangsgruppe "Sechs oder Selters".

Auf dem Foto fehlt der Pianist.

Tobias B. (Countertenor), Christian B. (Tenor), Bernd L. (Tenor), David F. (Bariton), Joachim T. (Baß) und Sebastian G. (Piano) stellten ihren Protagonisten Robert vor, dem als "kleinem Mann" nach dem Abstieg nur noch der Plasmafernseher geblieben war. Robert alias der in Apenrade ansässige Bernd Lorenzen zappte sich durch das Fernsehprogramm - und die Herren sangen dazu. Zur Vogelgrippe wurde naheliegend genug "Ich wollt', ich wär' ein Huhn" präsentiert. Zur Meldung, dass Bundeskanzlerin Merkel und Vize Franz Müntefering sich ihrer tiefen Zuneigung versichert hatten, hieß es musikalisch "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

Kronprinzessin Mary wurde "Marie, Marie" ein wenig aufs Korn genommen, und auch zum Bibel-TV fiel den Sängern etwas - leicht Unanständiges - ein, nämlich "In der Bar zum Krokodil" mit der Geschichte von "Frau von Potifar, die ungemein erfahren war in allen Liebessachen. Der Gatte aber, au contraire, der war schon alt und konnt' nicht mehr, tirili, tirila, die kleine Frau bewachen". Show und Gesang der fröhlichen Gruppe ließen keine Wünsche offen. Sogar die jüngsten Zuhörer wurden zu Tanzeinlagen am Rande inspiriert. Wer sich für die "Sechs" entschieden hatte, lag sehr richtig und hatte einen vergnügten Abend verbracht.

 

Diese Kritik erschien am 13. März 2006 in der Zeitung "Der Nordschleswiger".

 

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